Allegra - bainvgnüts

Cha Gronda in Scuol

Das eindrückliche, herrschaftlich wirkende Museumsgebäude mit seinen Renaissance-Arkaden wird im Volksmund „chà gronda“ (Grosses Haus) oder auch „la Clastra“ (das Kloster) genannt. Tatsächlich hatte Eberhardt, einer der Herren von Tarasp, 1098 im untern historischen Dorfteil von Scuol ein Kloster gestiftet und es kann durchaus sein, dass die sehr alten Grundmauern der „chà gronda“ mit ihren mit Tuffstein eingerahmten Toren Teil dieses Klosterkomplexes waren. Nach wechselvollen Ereignissen über die Jahrhunderte wurde das Gebäude in den Jahren 1702 bis 1704 grosszügig zur heutigen Erscheinung ausgebaut.

 

Im Jahre 1954 übernahm der im selben Jahr gegründete Museumsverein das Gebäude und richtete darin das Unterengadiner Regionalmuseum ein. Dieses gibt Einblick in ein authentisches Engadiner Haus und die ursprüngliche, einzigartige Lebens- und Baukultur dieser Region.