Exposiziun permanenta

Das Engadin ist ein offenes Tal, offen gegen Westen, gegen Osten, und über Alpenpässe auch in Nord-Süd-Richtung. Dies prädestinierte diese Region als Durchgangsregion. So führte früher eine wichtige Verkehrs- und Transportverbindung von Milano durch das Engadin nach Innsbruck und dies brachte dem Engadin einen beträchtlichen Reichtum, sodass sich hier selbst Bauern und Säumer wahre Steinpaläste leisten konnten.

 

Das Unterengadin war jedoch bis Ende des 19. Jhdt., d. h. bis zum Aufkommen des Kur- und Badetourismus und später des Winter- und Sommersport-Tourismus, insbesondere eine Agrarlandschaft. Die Mechanisierung der Landwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg bewirkte eine tiefe Veränderung. Traditionelle Werkzeuge, Geräte und Ausrüstungen wurden durch Maschinen ersetzt. Traditionelle Kulturgüter, auch die typische Engadiner Bau- und Wohnkultur, waren gefährdet. Um wertvolle Zeugnisse vergangener Zeiten für die Nachwelt zu erhalten, haben die Museumsgründer unter der Führung des grossen Kulturförderers Men Rauch in der „Chà gronda“ eine eindrückliche Dauerausstellung gestaltet. Versetzen Sie sich zurück in diese Zeit und bewundern Sie das wunderschöne Ambiente der einzelnen Stuben und Räume.

Engadinerstube

Eindrucksvolle Räume, wie eine mit wertvollen Objekten und einem Kreuzgewölbte ausgestaltete Eingangshalle, eine gewölbte Küche mit Feuerstelle und Brotbackofen, der Vorratsraum mit prähistorischen Fundgegenständen, Stuben aus verschiedenen Epochen. darunter die von ca. 1550 datierende älteste noch erhaltene Engadinerstube, wie auch eine wertvolle Bibliothek bilden den Wohnteil des Gebäudes.

Der Landwirtschaftsteil mit Sulèr, Scheune, Vorhof, Viehstall und Kellerräumen wurde so authentisch belassen wie er gebraucht wurde. In der Scheune ist zudem eine historische Mühleneinrichtung aus Ftan samt der Müllerstube mit dem typischen weissen Engadinerofen als Ausstellungsobjekt eingebaut.